Grünes am Bahndamm

Bei der Modellbahn werden für den Gleisunterbau oft Trassenbrettchen aus Sperrholz und Korkstreifen verwendet. Darauf wird dann der Oberbau liegen, der aus Gleiskörper und Schotterbett besteht. Hier stellt sich die Frage, wie der Übergang vom Bahnkörper zur anschließenden Landschaft gestaltet werden soll. Diese Böschungen sind oft leicht verwildert und mit höherem (vertrockneten) Gras bewachsen. Zusätzlich finden sich hier viele bahntechnische Details wie Kilometersteine, Markierungspfosten, Kabelabdeckungen und eventuell auch noch Spanndrähte von mechanischen Stellwerken. Hier soll gezeigt werden, wie sich mit einfachen Mitteln am Bahndamm ein abwechslungsreiches Umfeld gestalten lässt.

 

 

 

   

Ausgangsmaterial für die Böschung sind Grasmatten, hier im Beispiel gelb und mittellang; verschiedene Grasstreifen und Grasbüschel; lange Grasfasern (alternativ auch Pinselhaare); alle bahntechnischen Details und Weissleim.

   

Mit einer Schere werden passende Streifen aus der Grasmatte geschnitten. Für unregelmäßige Ränder bietet sich der Einsatz eines Kopierrädchens an. Aus den langen Fasern werden kleine Büschel geformt und mit Draht und Kleber fixiert.

   

In beliebiger und vor allem unregelmäßiger Reihenfolge werden alle Einzelteile am Bahndamm aufgeklebt. Dazwischen kommen die bahntechnischen Details nach eigener Planung.

   

Die sichtbaren Kanten und Unebenheiten werden mit feinem ausgesiebten Sand verdeckt bzw. ausgeglichen. Dann mit Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel anfeuchten und abschließend mit Leim fixieren.

   
   

Ausgangsmaterial für den Acker sind eine Geländematte mit Furchen, feine grüne Microflocken und Tapetenleim.
Die Geländematte wird auf Größe geschnitten und aufgeklebt. An einer (oder zwei) abschließenden Seiten sollte es Querfurchen geben für das Wenden der Landmaschinen. Diese 90- Grad- Furchen wurden mit Geländespachtel geformt, mit brauner Farbe gefärbt und mit Kaffeesatz bestreut.

   

Dann wird Furche für Furche mit einem Zahnstocher ein wenig Tapetenleim in die Furche eingebracht. Dabei in regelmäßigen Abständen zwei Furchen frei lassen für die Spuren der Landmaschinen. (Der obere Zahnstocher dient zur besseren Orientierung.)

   
Danach werden die Microflocken sparsam eingestreut. Die Flocken behutsam anklopfen und nach vollständiger Trocknung die überschüssigen Reste absaugen.
   

Kieselsteine mit 2 bis 3 mm Körnung können danach auf dem Acker als Imitate für Feldsteine zufällig verteilt und fixiert werden.

 

 

Das abschliessende Bild zeigt auf einem
TT- Modul den Bahndamm einer
eingleisigen Nebenbahnstrecke mit
Böschung und anschließender Ackerfläche.