Helios-Anlage

Modellbahnanlage für die Palliativstation des Helios Klinikum Berlin Buch


Die Stationsleitung der Palliativstation des Helios Klinikum Berlin-Buch ist bereits seit längerer Zeit darum bemüht auf der Station eine Modellbahnanlage zu errichten. Bisherige Bemühungen verliefen aber leider immer im sprichwörtlichen Sande.
Nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem MEC Oranienburg 1964 e.V. bezüglich des Baus einer Anlage für die Station erfolgte nach einem Vor-Ort-Termin sehr schnell eine Einigung. Der finanzielle Rahmen wurde abgesteckt. Die erste Entwürfe entstanden unter Berücksichtigung des Aufstellungsortes und dem zur Verfügung stehenden Platzes im Klinkum.
Auf einer Fläche von 2,10 m x 0,75 m galt es sich nunmehr „auszutoben“. Erste Überlegungen, aus Gründen der Betriebssicherheit, eine Dreileiter-Anlage (Fa. Märklin) umzusetzen, scheiterten an den zu engen Radien. Der Maßstab H0 war auf Grund der Abmessungen einfach zu groß. In der nächst kleineren Spurweite TT ist das Projekt jedoch realisierbar, wofür wir uns dann entschieden haben.
Zuerst wurde mit dem Programm WINTRACK © die ersten Überlegungen auf Umsetzungmöglichkeit geprüft.
Ziel ist es, eine „Einknopf“-Bedienung zu realisieren.


Geplant ist ein 2-Zugbetrieb. Auf dem unteren Kreis dreht ein Güterzug seine Runden. In den Betriebspausen bleibt er im Tunnel stehen. Zum oberen Bahnhof wird eine Pendelstrecke enstehen. Auch hier „versteckt“ sich der Zug in den Betriebspausen im Tunnel. Die Züge sollen für eine Zeit X rollen. Danach schaltet sich die Anlage automatisch ab. Da die Anlage eine Schutzhaube erhält, ist ein Eingriff durch den Zuschauer ausgeschlossen.

 

Hier der WINTRACK-Plan:

Die 3D-Ansicht von der Besucherseite:
( für größeres Bild auf das Bild klicken)














Derzeit erfolgt die Fertigstellung des Rahmens sowie der Gleistrassen. Es wurde ein vorhandener Rahmen aus einem früheren, nicht realiserten, Projekt an die vorgegebenen Maße angepasst. Parallel erfolgte die Planung und Erstellung der Steuerung. Derzeitig verweilt, da mittlerweile der Rahmengrundaufbau in Oranienburg fertiggestellt worden ist, die Anlage bei der Gruppe Havelland.  Dort soll der technische Aufbau sowie abschließend im kommenden Jahr die Landschaft fertiggestellt werden.
Es ist geplant die Anlage erstmals, noch im Rohbau auf unserer Ausstellung in Lehnitz, zu präsentieren.
Da die Anlage auch auf unseren eigenen Ausstellungen vertreten sein soll, war noch die Frage nach der zeitlichen „Ansiedlung“ zu beantworten. Im Verein decken wir bereits viele Epochen ab. Von Epoche II bis VI ist alles vertreten. Die Deutsche Reichsbahn hat dabei die größte Gewichtung. Aber die Deutsche Bundesbahn fehlt bei uns noch gänzlich und in der Spur TT fristet sie auch ein Nischendasein. Daher wird die Anlage in den 1960er Jahren angesiedelt:

    -        Pendelbetrieb mit einem VT98 auf der Nebenbahn
    -        E40 vor einem Güterzug auf elektrifizierter Strecke
    -        Lichtsignale von Alphamodell
    -        typische Autos dieser Zeit z.B. VW Bully, VW-Käfer, Matador, .......

 

Heute, am 18.10.2019 ist der Gleisbau auf dem unteren Ring vollendet!
Für die Anlage verwenden wir das Kühn-Flexgleis. Für den Lückenschluss
auf dem unteren Kreis wurde die kleine Brücke, die wir etwas weiter unten vorstellen, eingebaut.








 

Die Steuerung der Anlage wurde parallel zum
Rahmenbau erstellt.
Diese wurde bereits in die Anlage eingesetzt.
Auf der Frontseite wurde der Einschalttaster
in den Rahmen eingelassen.




 

Für den Güterzug wurde der erste Teil der Wagen gealtert. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wurde in den PwPosti34a und dem Tehs50 eine stromführende Magnetkupplung von Peho verbaut. Die Achsen dieser beiden Wagen nehmen zusätzlich Strom ab. Die Lok wird ebenfalls eine Magentkupplung erhalten.

 

Hier die bereits vorhanden Wagen:
 


PwPosti34a von Schirmer

Beim Vorbild gab es nur 2 Wagen, die beide nach den Krieg
bei der DB verblieben sind.
Der Wagen wurde nur leicht mit Pulverfarben und Airbrush gealtert.

      

  


Tehs50 von Tillig

Der Wagen ist einer der dienstältesten Modelle im Programm von Tillig. Die Konstruktion stammt noch aus BTTB-Zeiten und hat sich bis auf die Kinematik kaum verändert. Dennoch ist er mäßstäblich nachgebildet. Hier erfolgte eine Alterung und der Tausch der Dachlüfter gegen „richtige“ Lüfter der Bauart Flettner.
 



Z52 von Tillig

Auch er kann auf eine lange Modellgeschichte zurückblicken. Das ehemalige BTTB-Modell hat durch Tillig feinere Bühnen und eine Kinematik erhalten. Hier wurde nur per Airbrush etwas Patina aufgetragen

 

Kds56 von Tillig

Auch wenn der Wagen auch als DR-Variante existiert, hat er seinen Ursprung doch bei der DB. Zementsilowagen eigenen sich zum Altern hervorragend. Kann man sich hier doch richtig austoben.Von wenigen leichten Kalkspuren bis zu einer dicken Schicht war im Original alles vertreten. Das Fahrwerk bekam ebenfalls die typischen Betriebsspuren. Schlussendlich wurden die Handräder noch rot abgesetzt.

 


Tnfs38 von Hädl

Das Modell ist ein Sondermodell für Spielemax. Vom Serienmodell abweichend sind die Seitenwände horizontal beplankt. Die Lackierung stellt einen verwitterten Lack dar. Mit Pulverfarben und Airbrush wurde hier wieder etwas nachgealtert.


 


Gms54 von Kunze

Der Wagen wurde von einem Vereinsmitglied für die Anlage gespendet. Da das Ursprungsmodell keine Kinematik hatte, wurde ihm ein Tilligfahrwerk des Es verpasst.

 

 

Hier noch die erste Stellprobe:

 

Die ersten beiden Brücken sind zwischenzeitlich zusammengebaut und gealtert.Als erste die kleine Blechträgerbrücke von Lütke für den unteren Kreis.

 

Für die Pendelstrecke kommt die LOEWE-Brücke aus gelastertem Karton zum Einsatz. Diese wurde nur mit Pulverfarben gealtert und anschließend mit Mattlack versiegelt.

 

 

Wir werden den weiteren Baufortschritt hier für Sie dokumentieren. Bleiben Sie dran!